Freiheit in der Natur - Christopher McCandless

Wir haben vor, euch in nächster Zeit ein paar Beispiele von Menschen zu zeigen, die ihr Leben in Freiheit leben oder gelebt haben. Den Anfang soll das Zusammenspiel von Freiheit und Natur darstellen. Die Person, die wir euch vorstellen möchten, ist Christopher McCandless.

Christopher McCandless ist in einer wohlhabenden Familie im US-Bundesstaat Virginia aufgewachsen. Sein Vater forderte von ihm ein gutes Studium, welches er auch absolvierte. Er lehnte Reichtum strikt ab, arbeitete bei einem Fotokopieservice und lieferte Pizzen aus. Er vertrat stets seine Meinung in Diskussionen, ob in seiner Freizeit, seiner Familie oder während seinem Studium. Durch seine radikale freiheitliche Einstellung wollte er nach der High School Waffen nach Südafrika schmuggeln, um dort die Rassentrennung zu bekämpfen. Er verteilte in ärmeren Stadtteilen Essen und schrieb in der Schule Aufsätze über die Ungerechtigkeit in der Welt.

Er hatte große Interesse an den Werken von Leo Tolstoi, Henry David Thoreau und Jack London. Durch Tolstoi kam ihm er Gedanke zu einem Leben in Keuschheit und ohne Wohlstand. Er wollte unabhängig von Geld sein. Thoreau schrieb in seinen Büchern über das natürliche Leben und durch Jack London war Chris fasziniert von Alaska.

Nach der High School fuhr er ein Jahr lang durch die ganze USA, kam jedoch pünktlich zum Start seines Studiums an die Emory University in Atlanta zurück. Nach seinem Studium, welches er mit Bravour abschloss, spendete er seine Ersparnisse von $24.000 an die Hilfsorganisation Oxfam International. Außerdem zerschnitt er seine Kreditkarten und seinen Ausweis. Er benannte sich neu: Chris hieß ab sofort Alexander Supertramp. Er machte sich auf den Weg nach Alaska, nur mit seinen Büchern, einem Gewehr, einem Schlafsack, einem Zelt und weiteren kleinen Sachen. Auf seiner Reise nach Norden jobbte er gelegentlich, da er nicht ganz ohne Geld überleben konnte. Er traf verschiedene Menschen auf seinem Weg nach Alaska, zu denen er auch versuchte Kontakt zu halten, wenn es denn ging. Bei seiner Familie hat er sich allerdings nie gemeldet.

Per Anhalter gelangte Alex nach zwei Jahren nach Fairbanks, Alaska. Er schickte letzte Postkarten und Briefe ab, bevor er sich in der Uni-Bibliothek ein Buch über Beeren, Früchte und Pflanzen auslieh und sich auf den Weg in die Wildnis machte. Er fand einen Bus, den er in seinen Aufzeichnungen ‚Magic Bus‘ nannte. Alexander überlebte eine Weile dort, allerdings verlor er sehr viel Kraft und nahm auch stark ab. Als er umkehren wollte, konnte er den Fluss nicht mehr überqueren, da er durch den getauten Schnee tiefer, breiter und reisender geworden war. Als er bei dem Versuch, den Fluss zu überqueren, fast sein Leben verlor, kehrte Alexander zum Magic Bus zurück. Er starb vermutlich am 18. August 1992. Seine Todesursache ist nicht geklärt.

Empfehlenswert: ‚Into the Wild‘ und das passende Buch ‚In die Wildnis‘, Beides ist spannend gestaltet und lässt einen am Leben von Christopher McCandless teilnehmen.



Hier findet ihr auch weitere Beispiele von Menschen, die naturverbunden und frei leben.


Trackbacks

    Keine Trackbacks

Kommentare

Ansicht der Kommentare: (Linear | Verschachtelt)

  1. Ramón schreibt:

    interessant ich glaube nich das ich das so könnte^^

  2. marcel schreibt:

    zweifellos hat mccandless seinen traum gelebt, war wohl auch frei von den heutigen gesellschaftlichen zwängen, aber ist das ein gangbarer weg für die mehrheit, ist das überhaupt wünschenswert?

    machen wir uns nichts vor: wenige wollen auf ihre beheizte wohnung, auf ständige komfortable lebensmittelversorgung, auch auf luxusgüter wie zb den fernseher verzichten - ich im übrigen auch nicht. und daran ist ja auch nichts schlechtes. und, was noch viel bedeutender ist: das steht der freiheit nicht im weg! es ist nur ein anderer zugang zur freiheit. der ist nicht schlechter, nicht besser als der weg von mccandless. eines ist er aber schon: realistischer und machbarer.

    denn es gibt zwei zentrale probleme:
    erstens sind die menschen wie gesagt das heutige produktionsniveau gewohnt, und werden schwerlich darauf verzichten, warum denn auch? es macht sie ja schließlich nicht das gut an sich unfrei, sondern die gesellschaftlichen umstände, in denen es gefertigt wird, in denen es ihnen verkauft wird, in denen sie es kaufen. wir nehmen nun an, wir könnten ein kommunistisches system - jede_r nach seinen_ihren fähigkeiten, jedem_r nach seinen_ihren bedürfnissen - etablieren. wo wäre das problem, außer bei etwaigen ökologischen grenzen (zb co2-ausstoß), die man durch technische innovationen aber überwinden könnte (und deren einhaltung wohl auch keinen so drastischen rückgang der materiellen lebensqualität wie der lebensstil von mccandless bedeuten würde)?
    bevor man also jede_n vom lebensstil von mccandless überzeugt - eine sisyphosarbeit -, kann man doch gleich mit den heutigen mitteln, die ja nicht per se unterdrückend, sondern in falscher verwendung sind, sein ziel erreichen. und zwar in einem gemeinsamen kraftakt - der revolution. vereinzelung und aussteigen aus der gesellschaft bringt langfristig keinen weiter, denn als einzelne_r ist man schwach, man muss sich organisieren, um eine chance zu haben gegen die kräfte, die eine_n unterdrücken. dass alle zum autarken lebensstil im wald übergehen ist vollkommen unrealistisch, und darauf können wir wohl noch jahrhunderte warten.
    zudem ist die technik einfach ein fortschritt. menschen haben jahrhunderte auf ein leben gewartet, das so viel zeit zur muße einräumen kann, wir müssen, mit der richtigen gesellschaftlichen organisation, so wenig arbeiten wie nie zuvor, um einen so hohen lebensstandard wie nie zuvor zu haben. wieso sollte man das aufgeben?


    zweitens: knappheit erzeugt missgunst, und letztendlich auch unfreiheit. wenn man es nicht vermag, den bedarf aller menschen zu decken - was durch isolierung und beerenpflücken schwerlich gehen wird -, ist der egoismus im menschen geweckt, es brechen verteilungskämpfe aus, wie wir sie auch im kapitalismus haben (obwohl wir sie, angesichts der produktivität, die eigentlich möglich wäre, wirklich nicht bräuchten), und das will ja auch niemand.

    so sehr ich also mccandless weg als romantische kleine geschichte schätze, eine langfristige perspektive für eine freie gesellschaft ergibt sich daraus, schätze ich, nicht.

    wenn das aufzuzeigen gar nicht eure absicht war: in ordnung. ich verstehe, dass ihr ab und an einen solchen zweifellos faszinierenden lebenslauf posten wollt, dagegen ist ja auch nichts einzuwenden. aber, wie gesagt, wenn ihr wirklich etwas ändern wollt, dann könnt ihr das, meine ich, nicht auf diese weise. da gehört mehr dazu.


Kommentar schreiben


Umschließende Sterne heben ein Wort hervor (*wort*), per _wort_ kann ein Wort unterstrichen werden.
Standard-Text Smilies wie :-) und ;-) werden zu Bildern konvertiert.

Um maschinelle und automatische Übertragung von Spamkommentaren zu verhindern, bitte die Zeichenfolge im dargestellten Bild in der Eingabemaske eintragen. Nur wenn die Zeichenfolge richtig eingegeben wurde, kann der Kommentar angenommen werden. Bitte beachten Sie, dass Ihr Browser Cookies unterstützen muss, um dieses Verfahren anzuwenden.
CAPTCHA